Kanzlei Seehofer hat zwei rechtskräftige Urteile gegen die Allianz Lebensversicherungs-AG vor dem LG Stuttgart erstritten. Dieser Artikel dokumentiert die Sachverhalte beider Urteile, erklärt die Belehrungsfehler, die jeweils festgestellt wurden, und zeigt, was das für Allianz-Versicherte bedeutet, die ihren Vertrag noch nicht haben prüfen lassen.

Kurzfassung

  • Kanzlei Seehofer hat vor dem Landgericht Stuttgart zwei Urteile gegen die Allianz Lebensversicherungs-AG erstritten — beide zugunsten der Mandanten (LG Stuttgart, 14. März 2025 und 27. August 2025).
  • Zusätzlich wurden zahlreiche Allianz-Basisrenten außergerichtlich rückabgewickelt — mit Rückzahlungen von bis zu 175 % der eingezahlten Beiträge.
  • Die Urteile bestätigen: Die Allianz hat bei Basisrentenverträgen aus der Hochphase 2005–2012 systematisch fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet und muss bei Widerruf vollständig rückabwickeln.
  • Dieser Artikel analysiert beide Urteile, zeigt, was sie für Allianz-Versicherte bedeuten, und erklärt, warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Vertragsprüfung ist.

Inhalt dieses Artikels

  1. Zwei Urteile gegen die Allianz — was passiert ist
  2. Urteil 1: LG Stuttgart, 14. März 2025 — Auskunft und Auszahlung
  3. Urteil 2: LG Stuttgart, 27. August 2025 — Rückabwicklung Basisrente
  4. Was die Urteile für alle Allianz-Versicherten bedeuten
  5. Die Allianz-Strategie: Wie der Versicherer auf Widerrufe reagiert
  6. Außergerichtliche Erfolge: Was hinter den Kulissen passiert
  7. Rechenbeispiel: Was ein Allianz-Mandant tatsächlich zurückbekam
  8. Die Kanzlei Seehofer und die Allianz: 10+ Jahre Erfahrung
  9. Wie Sie prüfen lassen, ob Ihr Allianz-Vertrag betroffen ist
  10. FAQ
  11. Quellen

1. Zwei Urteile gegen die Allianz — was passiert ist

Die Allianz Lebensversicherungs-AG ist der größte Lebensversicherer Deutschlands. Mit ihrem enormen Bestand an Basisrenten aus den Jahren 2005 bis 2012 ist sie auch einer der am häufigsten betroffenen Versicherer, wenn es um fehlerhafte Widerrufsbelehrungen geht.

Kanzlei Seehofer hat in diesem Bereich zwei richtungsweisende Urteile gegen die Allianz erstritten — beide vor dem Landgericht Stuttgart, dem Sitz der Allianz Lebensversicherungs-AG. Diese Urteile sind nicht nur Einzelfälle. Sie zeigen ein Muster, das für Hunderttausende von Allianz-Versicherten relevant sein kann.

Beide Urteile sind auf der Urteile-Seite der Kanzlei Seehofer dokumentiert — zusammen mit weiteren Erfolgen gegen andere Versicherer.

2. Urteil 1: LG Stuttgart, 14. März 2025 — Auskunft und Auszahlung

Der Fall

Ein Mandant von Kanzlei Seehofer hatte 2008 eine Basisrente bei der Allianz abgeschlossen. Über 16 Jahre hatte er insgesamt einen erheblichen Betrag eingezahlt. Als er seinen Vertrag prüfen ließ, stellte sich heraus: Die Widerrufsbelehrung war fehlerhaft — es fehlten wesentliche Pflichtangaben zu den Rechtsfolgen des Widerrufs.

Der Mandant erklärte den Widerruf. Die Allianz lehnte ab — mit dem Standardargument, die Belehrung sei korrekt gewesen.

Was das Gericht entschied

Das Landgericht Stuttgart gab dem Mandanten Recht. Das Gericht stellte fest:

  • Die Widerrufsbelehrung der Allianz war unvollständig und entsprach nicht den gesetzlichen Anforderungen
  • Der Mandant hat daher einen Anspruch auf Auskunft über alle Vertragsdetails (Kosten, Erträge, Nutzungen)
  • Der Mandant hat einen Anspruch auf Auszahlung — vollständige Rückabwicklung des Vertrags

Das Urteil ist bedeutsam, weil es den Auskunftsanspruch explizit mit einschließt. Versicherer sind damit verpflichtet, vollständige Transparenz über alle Kosten, Erträge und Nutzungen zu schaffen — bevor die Rückzahlungssumme endgültig berechnet wird. Das verhindert, dass die Allianz bei der Rückzahlung Posten „vergisst“ oder kleinrechnet.

Was das Urteil für andere Allianz-Versicherte bedeutet

Jeder Allianz-Versicherte mit einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung hat denselben Anspruch: vollständige Auskunft und eine Rückabwicklung des Vertrags. Die konkrete Rückzahlungssumme ergibt sich je nach Vertragskonstellation entweder aus den eingezahlten Beiträgen abzüglich regelmäßig marginaler Risikokosten zuzüglich Nutzungsersatz oder aus dem zum Widerruf-Zeitpunkt maßgeblichen Vertragswert (ungezillmertes Deckungskapital) zuzüglich der Abschluss- und Vertriebskosten. Beide Wege führen regelmäßig zu Auszahlungen, die deutlich über dem aktuellen Rückkaufswert liegen. Das LG-Stuttgart-Urteil ist ein klarer Präzedenzfall, auf den sich Anwälte in jeder weiteren Verhandlung mit der Allianz berufen können.

3. Urteil 2: LG Stuttgart, 27. August 2025 — Rückabwicklung Basisrente

Der Fall

Ein weiterer Mandant — ebenfalls Basisrente bei der Allianz, abgeschlossen in der Hochphase vor 2010. Auch hier: fehlerhafte Widerrufsbelehrung, Widerruf erklärt, Allianz lehnt ab.

Was das Gericht entschied

Das Landgericht Stuttgart urteilte erneut zugunsten des Mandanten. Das Gericht ordnete die Rückabwicklung des Basisrentenvertrags an. Die konkrete Berechnung der Rückzahlungssumme erfolgt — je nach Vertragskonstellation — auf einem von zwei rechtlich anerkannten Wegen:

  • Variante A: Die eingezahlten Beiträge abzüglich regelmäßig marginaler Risikokosten zuzüglich Nutzungsersatz (= die Zinsen und Erträge, die die Allianz mit dem Kapital des Mandanten erwirtschaftet hat).
  • Variante B: Der zum Widerruf-Zeitpunkt maßgebliche Vertragswert (sogenanntes ungezillmertes Deckungskapital) zuzüglich der Abschluss- und Vertriebskosten, die in den Vertrag geflossen sind.

Beide Wege führen regelmäßig zu Auszahlungen, die deutlich über dem aktuellen Rückkaufswert liegen — typischerweise im Bereich von 120–175 % der eingezahlten Beiträge.

Das Gericht verwarf das Verwirkungsargument der Allianz — in direkter Linie mit dem BGH-Urteil IV ZR 161/23. Die jahrelange Vertragsbedienung begründet keine Verwirkung, wenn die Belehrung fehlerhaft war.

Die Besonderheit dieses Urteils

Dieses zweite Urteil ist deshalb bedeutsam, weil es zeigt: Das erste Urteil war kein Ausreißer. Wenn das Landgericht Stuttgart — also das zuständige Gericht am Sitz der Allianz — zweimal hintereinander gegen die Allianz urteilt, ist das ein starkes Signal an den Versicherer und an alle Allianz-Versicherten.

Für die Allianz bedeutet das: Die Standardablehnungen funktionieren nicht mehr. Die Gerichte sind auf der Seite der Verbraucher. Jeder weitere Widerrufsfall, den die Allianz vor Gericht verliert, erhöht den Druck — und steigert die Vergleichsbereitschaft für alle nachfolgenden Fälle.

Jetzt kostenfrei und unverbindlich beraten lassen — von den Anwälten unserer Verbraucherschutzkanzlei. Eine Erstberatung ist bei uns immer kostenfrei und unverbindlich.

4. Was die Urteile für alle Allianz-Versicherten bedeuten

Die juristische Kernaussage

Beide LG-Stuttgart-Urteile bestätigen — in Übereinstimmung mit dem BGH-Urteil IV ZR 161/23:

  1. Fehlerhafte Belehrung = Ewiges Widerrufsrecht. Kein Zeitlimit, keine Verwirkung.
  2. Rückabwicklung nach zwei Varianten. Entweder eingezahlte Beiträge abzüglich Risikokosten zuzüglich Nutzungsersatz, oder Vertragswert zuzüglich Abschluss- und Vertriebskosten — je nach Vertragskonstellation. Beide Wege führen regelmäßig zu Auszahlungen über dem Rückkaufswert.
  3. Beweislast bei der Allianz. Der Versicherer muss beweisen, dass die Belehrung korrekt war.
  4. Auskunftspflicht. Die Allianz muss vor der Rückzahlung vollständige Transparenz über alle Kosten und Erträge herstellen.

Die praktische Konsequenz

Für Allianz-Versicherte mit Verträgen aus 2005–2012 ergibt sich ein klares Bild:

FrageAntwort
Kann ich meinen Allianz-Vertrag widerrufen?Ja, wenn die Belehrung fehlerhaft war
Wie hoch sind die Chancen?82–90 % bei Verträgen 2005–2008 (Kanzleinetzwerk, 2024; Versicherungsombudsmann, 2023)
Gibt es Urteile als Grundlage?Ja — 2 LG-Stuttgart-Urteile + BGH IV ZR 161/23
Wie reagiert die Allianz?Zunächst Ablehnung, dann Vergleich (8–14 Wochen)
Was bekomme ich zurück?120–175 % der Einzahlungssumme

Warum diese Urteile auch ohne Ihr Aktenzeichen für Sie relevant sind

Gerichtsurteile sind in Deutschland keine bindenden Präzedenzfälle wie im angelsächsischen Recht. Aber: Wenn ein Anwalt in einem Nachdruck-Schreiben an die Allianz auf zwei Urteile vom selben Gericht (LG Stuttgart = Sitz der Allianz) verweisen kann, die beide gegen die Allianz ausgingen, steigt die Vergleichsbereitschaft dramatisch. Die Allianz weiß: Mit demselben Richtersenat würde sie voraussichtlich erneut verlieren.

5. Die Allianz-Strategie: Wie der Versicherer auf Widerrufe reagiert

Die Allianz verfolgt bei Basisrenten-Widerrufen eine erkennbare Strategie, die aus der Praxis gut dokumentiert ist (Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht, 2024):

Phase 1: Standardablehnung (automatisch)

Die Rechtsabteilung verschickt ein formalisiertes Ablehnungsschreiben. Der Wortlaut variiert, aber die Kernaussage ist immer gleich: „Wir halten die Widerrufsbelehrung für korrekt und sehen keinen Anlass zur Rückabwicklung.“

Was Mandanten wissen müssen: Diese Phase ist bedeutungslos. Die Ablehnung ist automatisiert und hat nichts mit der tatsächlichen Rechtslage zu tun. Ungefähr 60–70 % aller Verbraucher ohne anwaltliche Unterstützung geben an diesem Punkt auf (Versicherungsombudsmann, 2023). Genau darauf spekuliert die Allianz.

Phase 2: Ernsthafte Prüfung (nach anwaltlichem Schreiben)

Wenn ein spezialisierter Anwalt mit konkretem Fehlerverweis und BGH/OLG-Zitaten nachhakt, wechselt die Allianz in die ernsthafte Prüfung. Die Rechtsabteilung analysiert den konkreten Vertrag, die verwendete Belehrungsvorlage und die Erfolgsaussichten vor Gericht.

Was in dieser Phase passiert: Die Allianz berechnet intern, was günstiger ist: Vergleich oder Klage. Bei Verträgen mit eindeutigen Fehlern — und davon gibt es bei der Allianz viele — fällt die Rechnung fast immer zugunsten des Vergleichs aus. Ein Gerichtsverfahren kostet die Allianz nicht nur Anwaltskosten, sondern auch Reputationsschäden als börsennotiertes Unternehmen.

Phase 3: Vergleichsverhandlung

Die Allianz bietet einen Vergleich an. Die Erstangebote liegen typischerweise bei 75–85 % der vollen Rückzahlungssumme. Ein erfahrener Anwalt verhandelt auf 85–95 %.

Warum die Allianz vergleichsbereiter ist als andere Versicherer: Die Allianz ist ein DAX-Konzern. Jedes öffentliche Urteil gegen sie erzeugt Medienaufmerksamkeit und ermutigt weitere Versicherte, ihre Verträge prüfen zu lassen. Die Allianz hat daher ein starkes Interesse, Fälle diskret und außergerichtlich zu lösen.

Phase 4: Auszahlung

Nach Einigung überweist die Allianz in der Regel innerhalb von 2–3 Wochen. Die Abwicklung ist professionell und zuverlässig — die Allianz hat als größter Lebensversicherer Deutschlands ausreichend Liquidität und macht bei der Auszahlung keine Schwierigkeiten.

Was die Allianz-Strategie für Mandanten bedeutet

Die Strategie der Allianz hat eine klare Implikation: Mandanten, die ohne anwaltliche Unterstützung vorgehen, werden fast immer abgelehnt und geben auf. Mandanten mit einem spezialisierten Anwalt — der die Fehlermuster kennt, die Urteile zitieren kann und die Verhandlungstaktik der Allianz durchschaut — kommen in der Mehrheit der Fälle zum Erfolg.

Der entscheidende Faktor ist nicht die Rechtslage (die ist klar), sondern die professionelle Durchsetzung. Ein Anwalt, der die Allianz aus jahrelanger Erfahrung kennt, weiß genau, wann er Druck machen muss, wann ein Vergleichsangebot fair ist und wann nachverhandelt werden sollte. Dieses Praxiswissen ist der Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem optimalen Ergebnis.

Die Kanzlei Seehofer hat durch die dokumentierten Gerichtserfolge gegen die Allianz eine Verhandlungsposition, die wenige andere Kanzleien in Deutschland haben. Die Allianz-Rechtsabteilung weiß, dass Kanzlei Seehofer nicht blufft — weil die Urteile den Beweis liefern.

6. Außergerichtliche Erfolge: Was hinter den Kulissen passiert

Die beiden Gerichtsurteile sind die sichtbare Spitze. Hinter den Kulissen hat Kanzlei Seehofer zahlreiche Allianz-Basisrenten außergerichtlich rückabwickeln lassen — dokumentiert auf der Urteile-Seite der Kanzlei.

Warum außergerichtliche Einigungen häufiger sind als Urteile

In der Praxis werden circa 70–80 % aller Basisrenten-Widerrufe bei der Allianz außergerichtlich gelöst (Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht, 2024). Die Gründe:

  • Für die Allianz: Schneller, günstiger, kein öffentliches Urteil
  • Für den Mandanten: Schneller (8–14 Wochen statt 8–16 Monate bei Klage), kein Prozessrisiko
  • Für beide Seiten: Ein fairer Vergleich bei 85–95 % der vollen Forderung ist rational

Was das für Ihre Einschätzung bedeutet

Die zwei Urteile sind wichtig — aber sie repräsentieren nur die Fälle, in denen die Allianz nicht einlenkte. Die große Mehrheit der Fälle wird leiser und schneller gelöst. Das ist für Mandanten eine gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Fall ohne Gerichtsverfahren zum Erfolg führt, ist hoch.

Basisrente-Kalkulator: Live auf unserer Internetseite berechnen, wie viel Verlust Ihr Vertrag macht — oder was er Ihnen bringt. In 2 Minuten berechnet. Kein Login notwendig.

7. Rechenbeispiel: Was ein Allianz-Mandant tatsächlich zurückbekam

Ausgangslage (typisches Profil)

  • Vertrag: Allianz Basisrente, abgeschlossen 2007
  • Monatlicher Beitrag: 750 Euro
  • Einzahlungsdauer: 17 Jahre
  • Gesamteinzahlung: 153.000 Euro
  • Aktueller Vertragswert: circa 125.000 Euro

Ergebnis nach erfolgreichem Widerruf (Beispielrechnung, Variante A)

PostenBetrag
Eingezahlte Beiträge abzüglich marginaler Risikokosten153.000 Euro
Gesetzliche Zinsen (Ø 4,5 % über 17 Jahre)ca. 52.000 Euro
Erstattung Kosten (ca. 19 %)ca. 14.500 Euro
Nutzungsersatz (ca. 13 %)ca. 19.900 Euro
Brutto-Rückzahlungca. 239.400 Euro
Kapitalertragssteuer auf Zinsenca. -13.700 Euro
Netto-Auszahlungca. 225.700 Euro

Hinweis: Die konkrete Rückzahlungshöhe ergibt sich je nach Vertragskonstellation entweder aus dieser Variante (eingezahlte Beiträge abzüglich Risikokosten zuzüglich Nutzungsersatz) oder aus dem Vertragswert zuzüglich Abschluss- und Vertriebskosten (Variante B). Beide Wege liegen regelmäßig deutlich über dem Rückkaufswert.

Vergleich

  • Vertragswert bei der Allianz: 125.000 Euro (gebunden, nicht verfügbar, nicht vererbbar)
  • Netto-Auszahlung nach Widerruf: 225.700 Euro (sofort verfügbar, frei investierbar, vererbbar)
  • Differenz: 100.700 Euro mehr durch den Widerruf

Das ist kein Einzelfall. Das sind die typischen Größenordnungen bei Allianz-Verträgen aus der Hochphase 2005–2012 — bestätigt durch die Gerichtsurteile und die außergerichtlichen Einigungen, die Kanzlei Seehofer dokumentiert hat.

Was bei Ihrem konkreten Allianz-Vertrag herauskommen würde, lässt sich mit dem Rürup-Verlustrechner schnell berechnen.

8. Die Kanzlei Seehofer und die Allianz: 10+ Jahre Erfahrung

Rechtsanwalt Stefan Seehofer hat in über einem Jahrzehnt gegen praktisch jeden großen Versicherer in Deutschland geklagt — und gewonnen. Die Allianz nimmt dabei eine besondere Stellung ein:

Warum Stefan Seehofer die Allianz als „hochinteressant“ bezeichnet

Erstens: Hohe Fallzahlen. Der große Allianz-Bestand an Basisrenten bedeutet, dass viele Mandanten einen Allianz-Vertrag mitbringen. Die Kanzlei hat über die Jahre eine tiefe Kenntnis der verschiedenen Allianz-Belehrungsvorlagen aufgebaut — sortiert nach Vertriebskanal, Produktvariante und Abschlussjahr.

Zweitens: Dokumentierte Gerichtserfolge. Zwei Urteile am LG Stuttgart — dem Gericht am Sitz der Allianz — sind Referenzpunkte mit besonderer Durchschlagskraft. Wenn ein Anwalt der Allianz-Rechtsabteilung schreibt „Ihr eigenes Sitzgericht hat zweimal gegen Sie entschieden“, hat das Gewicht.

Drittens: Effiziente Abwicklung. Die Kombination aus hoher Fehlerquote, hohen Vertragssummen und kooperativem Zahlungsverhalten macht Allianz-Fälle zu den effizientesten in der Bearbeitung. Die Mandanten bekommen schnell viel Geld zurück — und die Kanzlei kann ihre Erfahrung optimal einsetzen.

Viertens: Breites Versicherer-Portfolio. Die Allianz ist nicht der einzige Versicherer, gegen den Kanzlei Seehofer erfolgreich vorgeht. Die Urteile-Seite dokumentiert Erfolge gegen Continentale, Generali, Nürnberger, Mecklenburgische, HDI, Canada Life, Standard Life, Zurich und viele weitere. Diese Breite an Erfahrung macht die Kanzlei zum idealen Partner — unabhängig davon, bei welchem Versicherer Ihr Vertrag liegt.

Kommentar von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Stefan Seehofer:

„Das Wichtigste ist: Lassen Sie Ihren Vertrag prüfen. Ich kann in 30 Sekunden am Telefon einschätzen, ob Ihr Fall Potenzial hat. Das kostet Sie nichts — aber es kann Ihnen Zehntausende Euro zurückbringen.“

Rechtsanwalt Stefan Seehofer prüft seit über 10 Jahren Basisrentenverträge und hat eines der wenigen BGH-Urteile in diesem Bereich erstritten. Die Erstprüfung ist kostenlos.

Jetzt Vertrag kostenlos prüfen lassen

9. Wie Sie prüfen lassen, ob Ihr Allianz-Vertrag betroffen ist

Was Sie mitbringen sollten

  • Ihre Allianz-Versicherungspolice (Vertragsnummer reicht für den ersten Check)
  • Falls vorhanden: Die Widerrufsbelehrung
  • Falls vorhanden: Jährliche Standmitteilungen

Was passiert

  1. Kostenlose Erstprüfung: Rechtsanwalt Stefan Seehofer prüft Ihren Vertrag auf die bekannten Allianz-Fehlermuster. Am Telefon, in wenigen Minuten.
  2. Ergebnis: Sie erfahren, ob Ihre Belehrung fehlerhaft ist, wie hoch die Erfolgsaussichten sind und welche Rückzahlung Sie voraussichtlich erwarten können.
  3. Keine Verpflichtung: Die Prüfung kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Sie entscheiden danach in Ruhe, ob Sie den Widerruf einleiten möchten.

Warum gerade jetzt

Die zwei LG-Stuttgart-Urteile sind frisch (März und August 2025). Die Allianz steht unter Druck. Die Vergleichsbereitschaft ist aktuell hoch. Gleichzeitig werden Beweise mit der Zeit schlechter — Papierarchive werden ausgedünnt, Vermittler gehen in Rente. Je früher Sie prüfen lassen, desto besser.

Kommentar von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Stefan Seehofer:

„Das Wichtigste ist: Lassen Sie Ihren Vertrag prüfen. Ich kann in 30 Sekunden am Telefon einschätzen, ob Ihr Fall Potenzial hat. Das kostet Sie nichts — aber es kann Ihnen Zehntausende Euro zurückbringen.“

Rechtsanwalt Stefan Seehofer prüft seit über 10 Jahren Basisrentenverträge und hat eines der wenigen BGH-Urteile in diesem Bereich erstritten. Die Erstprüfung ist kostenlos.

Jetzt Vertrag kostenlos prüfen lassen

10. FAQ

Gelten die LG-Stuttgart-Urteile auch für mich, wenn ich in einer anderen Stadt lebe?

Die Urteile selbst gelten formal nur für die konkreten Klageparteien. Aber: Sie haben eine starke Signalwirkung. Wenn die Allianz an ihrem eigenen Sitzgericht verliert — und das zweimal — weiß sie, dass andere Gerichte voraussichtlich genauso urteilen werden. In der Verhandlung sind diese Urteile daher ein mächtiges Argument, das die Vergleichsbereitschaft der Allianz deutlich erhöht — unabhängig von Ihrem Wohnort.

Kann ich die Urteile selbst einsehen?

Die Urteile sind auf der Urteile-Seite der Kanzlei Seehofer dokumentiert. Dort finden Sie auch Informationen zu weiteren Urteilen und außergerichtlichen Erfolgen gegen andere Versicherer.

Mein Allianz-Vertrag ist fondsgebunden — ändert das etwas?

Nein. Die Widerrufsbelehrung muss bei klassischen und fondsgebundenen Tarifen gleichermaßen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ein Fehler in der Belehrung begründet bei beiden Tarifarten ein ewiges Widerrufsrecht. Bei fondsgebundenen Tarifen können die Kosten sogar höher sein (zusätzliche Fondsgebühren), was den finanziellen Vorteil des Widerrufs noch vergrößert.

Wie unterscheidet sich der Widerruf bei der Allianz von dem bei anderen Versicherern?

Die Allianz ist tendenziell vergleichsbereiter als viele andere Versicherer — insbesondere als die Alte Leipziger. Das bedeutet: kürzere Verfahren (8–14 Wochen statt 10–16), weniger Klagen nötig und oft bessere Vergleichsangebote. Der finanzielle Effekt für den Mandanten ist vergleichbar: 120–175 % der Einzahlungssumme.

Was passiert mit meiner Allianz-Krankenversicherung oder BU, wenn ich die Basisrente widerrufe?

Nichts. Der Widerruf betrifft ausschließlich den Basisrentenvertrag. Alle anderen Verträge bei der Allianz bleiben vollständig unberührt. Die Allianz darf keine Repressalien üben — das Gleichbehandlungsprinzip im Versicherungsrecht (§ 305 ff. BGB; VVG) schützt Sie.

Kanzlei Seehofer hat auch gegen andere Versicherer gewonnen — gegen welche?

Ja. Die Urteile-Seite dokumentiert Erfolge gegen: Continentale (LG München I), Generali (LG Regensburg, AG München), Nürnberger (OLG Celle), Mecklenburgische (LG Hannover) sowie zahlreiche außergerichtliche Einigungen mit Zurich, HDI, Canada Life, Standard Life und anderen. Unabhängig davon, bei welchem Versicherer Ihr Vertrag liegt — eine Prüfung lohnt sich.

Kostenfrei & unverbindlich Vertrag prüfen lassen. Eine Erstberatung ist bei unserer Verbraucherschutzkanzlei immer kostenfrei und unverbindlich.

Fazit: Zwei Urteile sagen mehr als tausend Argumente

Die Allianz hat vor dem Landgericht Stuttgart zweimal verloren. Das ist kein Zufall — es ist die Konsequenz systematisch fehlerhafter Widerrufsbelehrungen aus der Hochphase 2005–2012.

Für Allianz-Versicherte ist das eine Chance, die es vor 2023 nicht gab. Die Rechtslage ist klar, die Urteile sind dokumentiert, die Vergleichsbereitschaft der Allianz ist hoch.

Jetzt kostenlose Vertragsprüfung anfordern

Quellen

  • LG Stuttgart — Urteil vom 14. März 2025 (Allianz LV-AG, Auskunft & Auszahlung Basisrente)
  • LG Stuttgart — Teilurteil vom 27. August 2025 (Allianz LV-AG, Rückabwicklung Basisrente)
  • BGH — Urteil IV ZR 161/23, Oktober 2023 (Grundsatzurteil ewiges Widerrufsrecht)
  • Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht — Praxisdaten Allianz Erfolgsquoten und Zahlungsverhalten, 2024
  • Versicherungsombudsmann — Jahresbericht, Beschwerdestatistik, 2023–2024
  • Verbraucherzentrale Bundesverband — Fehleranalyse Widerrufsbelehrungen, 2024
  • Kanzlei Seehofer — Dokumentierte Urteile und außergerichtliche Erfolge (kanzlei-seehofer.de/urteile/)
  • GDV — Branchendaten Lebensversicherung, 2024
  • Finanztest — Kostenvergleich Basisrenten, 2023

Autor: Rechtsanwalt Stefan Seehofer — Kanzlei Seehofer, Kempten | Spezialist für Verbraucherschutzrecht und Basisrenten-Widerrufe seit über 10 Jahren