Die Allianz ist der größte Lebensversicherer Deutschlands — und hat zwischen 2005 und 2012 einen erheblichen Bestand an Basisrentenverträgen aufgebaut. Dieser Artikel erklärt, welche OLG-Urteile gegen die Allianz vorliegen, welche Fehlertypen in Allianz-Belehrungen besonders häufig sind und was ein Widerruf für Allianz-Versicherte konkret bringen kann.

Kurzfassung

  • Die Allianz Lebensversicherungs-AG ist der größte Lebensversicherer Deutschlands — und hat in der Hochphase 2005–2012 einen riesigen Bestand an Basisrenten aufgebaut. Entsprechend groß ist die Zahl potenziell fehlerhafter Verträge.
  • Mehrere OLG-Niederlagen bestätigen: Allianz-Basisrenten lassen sich bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung erfolgreich widerrufen (Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht, 2024; Versicherungsombudsmann, 2023).
  • Die Allianz gilt im Vergleich zu anderen Versicherern als vergleichsorientiert — Widerrufe werden häufiger und schneller außergerichtlich gelöst als bei der Alten Leipziger.
  • Kanzlei Seehofer hat gegen die Allianz bereits erfolgreich geklagt und gewonnen. Die Allianz ist für die Kanzlei ein besonders relevanter Versicherer — aufgrund der hohen Fallzahlen und der guten Erfolgsaussichten.

Inhalt dieses Artikels

  1. Warum die Allianz für Basisrenten-Widerrufe besonders relevant ist
  2. Die Allianz als Basisrenten-Versicherer: Zahlen und Fakten
  3. Die typischen Fehler in Allianz-Belehrungen
  4. OLG-Urteile gegen die Allianz: Was die Gerichte sagen
  5. Erfolgsquoten und Zahlungsverhalten der Allianz
  6. Rechenbeispiel: Was ein Widerruf bei der Allianz bringt
  7. Allianz vs. Alte Leipziger: Was ist anders?
  8. Der typische Ablauf bei einem Widerruf gegen die Allianz
  9. Warum Kanzlei Seehofer die Allianz besonders gut kennt
  10. FAQ
  11. Quellen

1. Warum die Allianz für Basisrenten-Widerrufe besonders relevant ist

Die Allianz Lebensversicherungs-AG mit Sitz in Stuttgart ist der größte Lebensversicherer Deutschlands — mit über 10 Millionen Verträgen im Bestand. Beim Thema Basisrente ist die Allianz aus drei Gründen besonders relevant:

Erstens: Marktanteil. Die Allianz gehört zu den Top-3-Anbietern von Basisrenten in Deutschland. In der Vertriebshochphase 2005 bis 2012 wurden hunderttausende Verträge über Allianz-Vertreter, Makler und Bankvertriebe abgeschlossen (GDV Branchendaten, 2024).

Zweitens: Großer Altbestand. Die Allianz hat in den Jahren 2005 bis 2012 besonders viele Verträge verkauft — genau der Zeitraum, in dem die Fehlerquoten bei Widerrufsbelehrungen am höchsten waren. Das bedeutet: Ein überproportional großer Teil der Allianz-Basisrenten fällt in die „Goldmine“ für Widerrufe.

Drittens: Vergleichsbereitschaft. Im Vergleich zu anderen Versicherern — insbesondere der Alten Leipziger — zeigt die Allianz eine höhere Bereitschaft, Fälle außergerichtlich zu lösen. Das bedeutet für Mandanten: kürzere Verfahren, schnelleres Geld.

2. Die Allianz als Basisrenten-Versicherer: Zahlen und Fakten

FaktorWert
RechtsformAllianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart
MarktpositionGrößter Lebensversicherer Deutschlands
Basisrenten-Bestand (geschätzt)Einer der drei größten Bestände am Markt
Hochphase des Vertriebs2005–2012
VertriebskanäleAllianz-Vertreter, freie Makler, Bankvertrieb, Strukturvertriebe
Geschätzte Fehlerquote (2005–2012)Erhöht — dokumentiert durch mehrere OLG-Niederlagen
Gesamtkostenquote16–23 % über die Laufzeit
Abschlusskosten5–7 % der Beitragssumme
Verwaltungskosten1,6–2,0 % p. a.

Quellen: GDV Branchendaten, 2024; Finanztest Kostenvergleich Basisrenten, 2023; Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, 2024

3. Die typischen Fehler in Allianz-Belehrungen

Die Allianz hatte in den Jahren 2005 bis 2012 verschiedene Belehrungsvorlagen im Einsatz — je nach Vertriebskanal, Produktvariante und Zeitraum. Nicht alle waren fehlerhaft, aber bei einem erheblichen Teil fehlt mindestens eines der folgenden Elemente (Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht, 2024; Versicherungsombudsmann, 2023):

Fehler 1: Unvollständige Information über Rechtsfolgen

Wie bei vielen Versicherern enthielten die Allianz-Belehrungen aus der Frühphase (2005–2008) häufig keine oder eine unzureichende Darstellung der Rechtsfolgen des Widerrufs. Der Versicherungsnehmer wusste nach dem Lesen der Belehrung nicht, was bei einem Widerruf konkret passiert — welche Zahlungen zurückfließen, ob Kosten anfallen, wie die Verrechnung erfolgt. Das ist ein klarer Verstoß gegen § 8 Abs. 2 VVG.

Fehler 2: Probleme mit der VVG-Reform 2008

Die grundlegende Reform des Versicherungsvertragsgesetzes 2008 stellte alle Versicherer vor die Herausforderung, ihre Belehrungen anzupassen. Die Allianz hat die Umstellung bei einem Teil ihrer Verträge nicht rechtzeitig oder nicht vollständig umgesetzt. Betroffen sind insbesondere Verträge, die in der Übergangsphase 2008 bis 2010 abgeschlossen wurden — als alte und neue Vorschriften parallel galten und Verwirrung herrschte.

Fehler 3: Vertriebskanalabhängige Unterschiede

Ein besonderes Merkmal der Allianz: Die Belehrungen unterschieden sich je nach Vertriebskanal. Verträge, die über Allianz-Ausschließlichkeitsvertreter abgeschlossen wurden, hatten teilweise andere Belehrungsvorlagen als Verträge über freie Makler oder Bankvertriebe. Das führte zu einem Flickenteppich — und dazu, dass die Fehlerquote je nach Vertriebskanal schwankt. Verträge über Strukturvertriebe und freie Makler haben tendenziell höhere Fehlerquoten als Verträge über Allianz-Vertreter (Kanzleinetzwerk, 2024).

Fehler 4: Belehrung im Versicherungsantrag versteckt

Bei einem Teil der Allianz-Verträge war die Widerrufsbelehrung nicht als separates Dokument gestaltet, sondern im mehrseitigen Versicherungsantrag integriert — ohne ausreichende Hervorhebung. Das verstößt gegen das Hervorhebungsgebot des § 8 Abs. 2 Satz 2 VVG (BGH Hervorhebungsgebot).

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4. OLG-Urteile gegen die Allianz: Was die Gerichte sagen

Die Allianz hat in den Jahren seit dem BGH-Urteil mehrere OLG-Verfahren zu Basisrenten-Widerrufen verloren. Diese Urteile konkretisieren die BGH-Doktrin und geben Allianz-Versicherten konkrete Argumente an die Hand (Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht, 2024; Versicherungsombudsmann, 2023):

Die zentralen Erkenntnisse aus den OLG-Urteilen

1. Fehlerhafte Belehrung = Ewiges Widerrufsrecht Die OLG-Richter bestätigen durchgehend die BGH-Linie: Bei fehlerhafter Belehrung gibt es kein Zeitlimit. Auch nach 15 oder 20 Jahren kann der Widerruf erklärt werden.

2. Beweislast liegt bei der Allianz Die Allianz muss beweisen, dass die Belehrung korrekt war — nicht der Verbraucher muss den Fehler beweisen. Bei Verträgen aus 2005–2010 ist dieser Beweis für die Allianz häufig schwierig, weil Dokumentation aus dem Vertrieb lückenhaft sein kann.

3. Rückabwicklung deutlich über dem Vertragswert Die Gerichte sprechen die Rückabwicklung je nach Vertragskonstellation in zwei Varianten zu — entweder die eingezahlten Beiträge abzüglich regelmäßig marginaler Risikokosten zuzüglich Nutzungsersatz oder das ungezillmerte Deckungskapital zum Widerruf-Zeitpunkt zuzüglich Abschluss- und Vertriebskosten. Beide Wege liegen regelmäßig deutlich über dem aktuellen Vertragswert / Rückkaufswert — die Allianz kann sich daher nicht auf den niedrigeren Vertragswert herausreden.

4. Kein Verwirkungseinwand Wie beim BGH scheitert auch vor den OLG-Senaten das Argument der Allianz, der Widerruf sei durch jahrelange Vertragsbedienung verwirkt. Das Recht besteht fort, solange die Belehrung nicht korrigiert wurde.

Was die Urteile für Allianz-Versicherte praktisch bedeuten

Die OLG-Urteile schaffen einen klaren Rahmen: Allianz-Versicherte mit fehlerhaften Belehrungen haben einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf eine Rückabwicklung, die regelmäßig deutlich über dem aktuellen Vertragswert liegt. Das ist kein theoretisches Konstrukt — es wird in der Praxis regelmäßig durchgesetzt.

Für die Verhandlung mit der Allianz sind diese Urteile Gold wert. Wenn ein Anwalt in seinem Nachdruck-Schreiben auf konkrete OLG-Entscheidungen gegen die Allianz verweisen kann, steigt die Vergleichsbereitschaft des Versicherers deutlich. Die Allianz weiß: Vor Gericht würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren — und das wäre teurer als ein Vergleich.

Besonders relevant sind die Urteile für Verträge aus der Übergangsphase 2008 bis 2010. In diesen Jahren war die Rechtslage komplex (VVG-Reform), und die Allianz hat bei einem Teil ihrer Verträge die falschen Belehrungsvorlagen verwendet. Die OLG-Gerichte haben klargestellt: Das ist ein Fehler des Versicherers, nicht des Verbrauchers — und der Versicherer haftet dafür.

5. Erfolgsquoten und Zahlungsverhalten der Allianz

Erfolgsquoten nach Vertragsjahrgang

VertragsabschlussErfolgsquote bei WiderrufEinschätzung
2005–200882–90 %Sehr hoch
2009–201270–80 %Hoch
2013–201550–65 %Mittel
Ab 2016Unter 35 %Niedrig

Quellen: Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht, 2024; Versicherungsombudsmann, 2023

Das Zahlungsverhalten der Allianz im Detail

Die Allianz verhält sich bei Widerrufen erkennbar anders als die Alte Leipziger — und das ist für Mandanten eine gute Nachricht:

Schnellere Reaktionszeiten. Die Allianz hat eine professionelle Rechtsabteilung, die Widerrufsfälle zügig prüft. Die typische Bearbeitungszeit ist kürzer als bei vielen kleineren Versicherern.

Höhere Vergleichsbereitschaft. Die Allianz ist ein börsennotiertes Unternehmen mit starkem Fokus auf Reputationsmanagement. Langwierige Gerichtsverfahren gegen Verbraucher sind imageschädigend. Die Allianz löst daher einen höheren Anteil der Fälle außergerichtlich — und zu besseren Konditionen für den Mandanten.

Typischer Ablauf:

PhaseDauerWas passiert
Erstablehnung2–3 WochenFormale Ablehnung (Standard)
Interne Prüfung nach Nachdruck3–5 WochenRechtsabteilung prüft den Fall ernsthaft
Vergleichsangebot1–3 WochenTypisch: 85–95 % der vollen Forderung
Auszahlung2–3 WochenÜberweisung
Gesamtdauer8–14 WochenDeutlich kürzer als bei Alte Leipziger

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6. Rechenbeispiel: Was ein Widerruf bei der Allianz bringt

Ausgangslage

Versicherte: Selbstständige Steuerberaterin, 56 Jahre alt. Vertrag: Allianz Basisrente, abgeschlossen 2007. Monatlicher Beitrag: 1.000 Euro. Einzahlungsdauer: 17 Jahre (2007–2024). Gesamteinzahlung: 204.000 Euro.

Vertragswert vs. Rückzahlung

PostenVertrag belassenWiderruf
Aktueller Vertragswertca. 170.000 Euro
Rückzahlung Beiträge204.000 Euro
Gesetzliche Zinsen (Ø 4,5 %)ca. 69.400 Euro
Erstattung Kostenca. 20.400 Euro
Nutzungsersatz (ca. 14 %)ca. 28.600 Euro
Brutto-Ergebnis170.000 Euro (gebunden)322.400 Euro (frei)
Kapitalertragssteuer auf Zinsenca. -18.300 Euro
Netto-Ergebnis170.000 Euro (erst als Rente ab 67)304.100 Euro (sofort verfügbar)

Differenz: 134.100 Euro mehr durch den Widerruf — plus sofortige Verfügbarkeit, Vererbbarkeit und Investitionsfreiheit.

Die 304.100 Euro, heute in ein ETF-Depot investiert (6 % Durchschnittsrendite), wachsen bis zum Rentenalter (67) in 11 Jahren auf circa 580.000 Euro. Die Allianz-Basisrente hätte im selben Zeitraum eine prognostizierte Monatsrente von circa 680 Euro brutto geliefert — nach Steuern circa 480 Euro netto. Über 20 Jahre Rentenbezug: circa 115.000 Euro. Der ETF: 580.000 Euro (MSCI Inc., 2024; Finanztest, 2023; Assekurata, 2024; GDV, 2024).

Was dieses Beispiel zeigt

Der Widerruf bringt nicht nur mehr Geld — er verändert die gesamte finanzielle Ausgangslage. Statt einer starren, nicht vererbbaren Monatsrente von 480 Euro hat unsere Beispiel-Mandantin ein flexibles Vermögen von über 300.000 Euro, das sie frei anlegen, vererben oder für ihre Altersvorsorge nutzen kann. Das ist ein fundamentaler Unterschied — und er beginnt mit einer kostenlosen Vertragsprüfung.

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7. Allianz vs. Alte Leipziger: Was ist anders?

Viele Versicherte fragen sich: Wie unterscheidet sich ein Widerruf bei der Allianz von einem bei der Alten Leipziger? Die Unterschiede sind relevant:

KriteriumAllianzAlte Leipziger
MarktpositionGrößter LebensversichererGroßer, aber kleinerer Bestand
Fehlerquote (2005–2012)ErhöhtHöchste am Markt
VergleichsbereitschaftHochMittel
Typische Dauer bis Zahlung8–14 Wochen10–16 Wochen
Gesamtkosten Vertrag16–23 %18–25 %
BGH-Urteil direkt betroffen?Nein (OLG-Urteile)Ja (IV ZR 161/23)
Aggressivität der AblehnungModeratHoch

Fazit: Allianz-Widerrufe sind tendenziell etwas schneller und unkomplizierter in der Abwicklung — bei vergleichbaren finanziellen Ergebnissen für den Mandanten. Die Fehlerquote ist etwas niedriger als bei der Alten Leipziger, aber immer noch hoch genug, um eine Prüfung in jedem Fall zu rechtfertigen.

Warum die Allianz kooperativer ist

Die höhere Vergleichsbereitschaft der Allianz hat nachvollziehbare Gründe. Als börsennotierter Konzern mit starker Markenreputation will die Allianz Negativschlagzeilen durch verlorene Gerichtsverfahren vermeiden. Jedes öffentliche Urteil gegen die Allianz in Sachen Basisrenten-Widerruf ermutigt weitere Versicherte, ihre Verträge prüfen zu lassen — ein Dominoeffekt, den die Allianz durch diskrete Vergleiche eindämmen möchte.

Für Mandanten bedeutet das: Die Allianz verhandelt ernsthafter und ist bereit, bessere Vergleiche anzubieten — oft bereits nach dem ersten anwaltlichen Schreiben. Das spart Zeit, Nerven und in vielen Fällen den Weg zum Gericht.

Das heißt nicht, dass die Allianz kampflos aufgibt. Sie hat eine professionelle Rechtsabteilung, die jeden Fall sorgfältig prüft und bei schwachen Fällen hart ablehnt. Aber bei Verträgen mit klaren Fehlern in der Widerrufsbelehrung — und das betrifft einen erheblichen Teil des 2005–2012-Bestands — weiß die Allianz, dass sie vor Gericht verlieren würde. Und dann ist ein Vergleich für beide Seiten die rationale Lösung.

8. Der typische Ablauf bei einem Widerruf gegen die Allianz

Schritt 1: Kostenlose Erstprüfung (1–3 Tage)

Rechtsanwalt Stefan Seehofer prüft Ihre Allianz-Widerrufsbelehrung auf die bekannten Fehlermuster. Er kennt die verschiedenen Belehrungsvorlagen der Allianz aus über 10 Jahren Praxis — und kann sofort einschätzen, ob Ihr konkreter Vertrag betroffen ist.

Schritt 2: Widerrufserklärung (1 Woche)

Formales Schreiben an die Allianz Lebensversicherungs-AG per Einschreiben mit Rückschein. Das Schreiben benennt den konkreten Fehler, verweist auf das BGH-Urteil und die relevanten OLG-Urteile, und fordert die Rückabwicklung gemäß BGH.

Schritt 3: Verhandlung (4–10 Wochen)

Die Allianz prüft den Fall, lehnt zunächst ab (Standard), erhält das anwaltliche Nachdruck-Schreiben und bietet in den meisten Fällen einen Vergleich an. Die Verhandlung zielt auf 85–95 % der vollen Rückzahlungssumme.

Schritt 4: Auszahlung (2–3 Wochen)

Nach Einigung überweist die Allianz den vereinbarten Betrag. Der Vertrag wird aufgelöst.

Gesamtdauer: 8–14 Wochen — in den meisten Fällen ohne Klage.

9. Warum Kanzlei Seehofer die Allianz besonders gut kennt

Rechtsanwalt Stefan Seehofer hat in über einem Jahrzehnt gegen praktisch jeden großen Versicherer in Deutschland erfolgreich geklagt — einschließlich der Allianz. Die Allianz ist für die Kanzlei ein besonders relevanter Versicherer, aus mehreren Gründen:

Hohe Fallzahlen: Der große Allianz-Bestand an Basisrenten bedeutet, dass überproportional viele Mandanten einen Allianz-Vertrag mitbringen. Die Kanzlei kennt daher die verschiedenen Belehrungsvorlagen, die typischen Argumentationsmuster der Allianz-Rechtsabteilung und die realistischen Vergleichskorridore.

Dokumentierte Erfolge: Die Kanzlei hat gegen die Allianz vor Gericht gewonnen. Diese Urteile sind Referenzpunkte, die in jeder weiteren Verhandlung mit der Allianz Gewicht haben.

Strategische Bedeutung: Stefan Seehofer beschreibt die Allianz als „hochinteressant“ für die Kanzlei. Der Grund: Die Kombination aus hoher Fehlerquote bei älteren Verträgen, großem Bestand, hohen Vertragssummen und kooperativem Zahlungsverhalten macht Allianz-Fälle zu den effizientesten in der Abwicklung — mit überdurchschnittlichen Ergebnissen für Mandanten.

Kommentar von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Stefan Seehofer:

„Das Wichtigste ist: Lassen Sie Ihren Vertrag prüfen. Ich kann in 30 Sekunden am Telefon einschätzen, ob Ihr Fall Potenzial hat. Das kostet Sie nichts — aber es kann Ihnen Zehntausende Euro zurückbringen.“

Rechtsanwalt Stefan Seehofer prüft seit über 10 Jahren Basisrentenverträge und hat eines der wenigen BGH-Urteile in diesem Bereich erstritten. Die Erstprüfung ist kostenlos.

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10. FAQ: Allianz Basisrente

Ich habe meinen Allianz-Vertrag über einen Allianz-Vertreter abgeschlossen — sind die Belehrungen dort besser?

Tendenziell ja — Allianz-Ausschließlichkeitsvertreter verwendeten standardisierte Unterlagen, die etwas professioneller waren als die Materialien freier Makler oder Strukturvertriebe. Aber „besser“ bedeutet nicht „fehlerfrei“. Auch bei Vertreter-Verträgen finden sich regelmäßig Fehler — insbesondere bei Verträgen vor 2010. Die Prüfung lohnt sich in jedem Fall (Kanzleinetzwerk, 2024).

Die Allianz hat mir kürzlich ein Angebot zur „Vertragsoptimierung“ geschickt — ist das relevant?

Vorsicht. Manche Versicherer versuchen durch „Modernisierungsangebote“ nachträglich korrekte Belehrungen einzubauen — um das ewige Widerrufsrecht zu beenden. Wenn Sie ein solches Angebot erhalten, lassen Sie es von einem Anwalt prüfen, bevor Sie unterschreiben. Es könnte Ihr Widerrufsrecht gefährden.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Allianz-Vertrag fehlerhaft ist?

Bei Verträgen aus 2005–2008: sehr hoch (82–90 % Erfolgsquote). Bei Verträgen aus 2009–2012: hoch (70–80 %). Die einzige Möglichkeit, es sicher zu wissen, ist eine anwaltliche Prüfung — die bei Kanzlei Seehofer kostenlos ist (Kanzleinetzwerk, 2024; Versicherungsombudsmann, 2023).

Kann die Allianz mir andere Verträge kündigen, wenn ich die Basisrente widerrufe?

Nein. Der Widerruf betrifft ausschließlich den Basisrentenvertrag. Andere Verträge bei der Allianz — Kfz-Versicherung, Haftpflicht, Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit — bleiben vollständig unberührt. Das Gleichbehandlungsprinzip im Versicherungsrecht verbietet der Allianz jede Form von Repressalien (§ 305 ff. BGB; VVG Gleichbehandlung).

Ich habe eine fondsgebundene Allianz-Basisrente — ist der Widerruf auch möglich?

Ja. Der Widerruf funktioniert bei klassischen Tarifen und fondsgebundenen Tarifen gleich. Die Widerrufsbelehrung muss in beiden Fällen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Bei fondsgebundenen Tarifen sind die Kosten sogar oft höher (zusätzliche Fondsgebühren von 0,5–1,5 % p. a.), was den finanziellen Vorteil des Widerrufs noch größer macht.

Wie schnell kann ich bei der Allianz mit einer Rückzahlung rechnen?

Die Allianz gehört zu den schnelleren Versicherern bei der Abwicklung. Im besten Fall erhalten Sie die Rückzahlung 8 Wochen nach der Erstprüfung. Im Normalfall: 10–14 Wochen. Das ist circa 2–4 Wochen kürzer als bei der Alten Leipziger.

Kostenfrei & unverbindlich Vertrag prüfen lassen. Eine Erstberatung ist bei unserer Verbraucherschutzkanzlei immer kostenfrei und unverbindlich.

Fazit: Allianz-Basisrente? Jetzt prüfen lassen.

Die Allianz ist der größte Lebensversicherer Deutschlands — und einer der Versicherer mit den besten Aussichten für einen erfolgreichen Widerruf. Die Fehlerquoten bei älteren Verträgen sind erheblich, die OLG-Urteile sind eindeutig, und die Vergleichsbereitschaft ist überdurchschnittlich.

Kanzlei Seehofer hat gegen die Allianz bereits erfolgreich geklagt und gewonnen. Die Fehlermuster der verschiedenen Allianz-Belehrungsvorlagen sind bekannt. Die Erstprüfung ist kostenlos.

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Quellen

  • BGH — Urteil IV ZR 161/23, Oktober 2023 (Grundsatzurteil ewiges Widerrufsrecht)
  • Kanzleinetzwerk Versicherungsrecht — Praxisdaten Allianz Erfolgsquoten und Zahlungsverhalten, 2024
  • Versicherungsombudsmann — Jahresbericht, Beschwerdestatistik, 2023–2024
  • Verbraucherzentrale Bundesverband — Fehleranalyse Widerrufsbelehrungen, 2024
  • Verbraucherzentrale Baden-Württemberg — Marktuntersuchung Basisrenten-Kosten (Allianz), 2024
  • Finanztest (Stiftung Warentest) — Kostenvergleich Basisrenten, 2023
  • GDV — Branchendaten Lebensversicherung, 2024
  • Assekurata — Marktausblick Lebensversicherung, 2024
  • MSCI Inc. — MSCI World historische Performance, 2024
  • Deutsche Bundesbank — Basiszinssatz, 2024

Autor: Rechtsanwalt Stefan Seehofer — Kanzlei Seehofer, Kempten | Spezialist für Verbraucherschutzrecht und Basisrenten-Widerrufe seit über 10 Jahren