Fachanwaltskanzlei Seehofer erstreitet Urteile wegen verschwiegener Provisionen bei Schiffsfondsbeteiligungen.

Das Landgericht Ingolstadt hat mit rechtskräftigem Urteil vom 09.01.2013 die beratende Sparkasse zum vollständigen Schadensersatz verurteilt im Zusammenhang mit zwei Schiffsfondsbeteiligungen. Der betroffene Anleger hatte in den Jahren 2002 sowie 2003 jeweils eine Beteiligung an einem Schiffsfonds gezeichnet, unter anderem an der MS „Frida Schulte“ Shipping GmbH & Co. KG. Auch hier hatte die beratende Sparkasse dem betroffenen Anleger verschwiegen, dass und in welcher genauen Höhe die Sparkasse selbst Provisionen für den Verkauf der beiden Schiffsfondsbeteiligungen erahlten hatte. Aus diesem Grund wurde die Sparkasse zum Schadensersatz verurteilt: Die Sparkasse muss nach dem rechtskräftigen Urteil die beiden Schiffsfondsbeteiligungen übernehmen und den damals eingesetzten Anlagebetrag (abzgl. mittlerweile erhaltener Ausschüttungen) erstatten. Weiter muss die Sparkasse das vom Anleger mittlerweile bezahlte Sanierungskapital im Rahmen einer „Restrukturierung“ zurückerstatten. Darüber hinaus wurde die Sparkasse dazu verurteilt, den jeweils entgangenen Gewinn zu ersetzen sowie den Anleger von sämtlichen zukünftigen steuerlichen und wirtschaftlichen Nachteilen freizustellen. Schließlich wurde die Sparkasse noch zur Bezahlung der vorgerichtlich angefallenen Rechtsanwaltskosten der Fachanwaltskanzlei Seehofer verurteilt.