LG Wiesbaden verurteilt beratende Bank zu Schadensersatz im Zusammenhang mit einer Beteiligung an dem Immobilienfonds der KanAm USA Real Estate Partners I L.P.

Die von der Fachanwaltskanzlei Seehofer vertretene Anlegerin hat nahezu vollständigen Schadensersatz zugesprochen erhalten mit Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 22.02.2013 im Zusammenhang mit einer Beteiligung an dem Immobilienfonds der KanAm USA Real Estate Partners I L.P. aus dem Jahr 2007.

Die damals beratende Genossenschaftsbank, welche überwiegend für Kunden im Bereich der Heilberufe tätig ist, wurde dazu verurteilt, wegen der im Zusammenhang  mit der Beratung an die beratende Bank geflossenen und verschwiegenen Provisionen der klagenden Anlegerin den damals eingesetzten Anlagebetrag abzüglich erhaltener Ausschüttungen zu erstatten Zug um Zug gegen Übertragung der Beteiligung an die Bank. Weiter wurde die beratende Bank dazu verurteilt, die Anlegerin von vorgerichtlich angefallenen Rechtsanwaltskosten der Fachanwaltskanzlei Seehofer freizustellen, sowie eine Freistellung von allen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dieser Immobilienfondsbeteiligung vorzunehmen. Das Landgericht Wiesbaden hat dabei entschieden, dass dieser Schadensersatzanspruch der klagenden Ärztin auch besteht, wenn die Provisionen an die Tochterfirma der beratenden Bank geflossen ist, da diese Tochtergesellschaft ausschließlich Produkte der beratenden Bank anbietet und demnach bankmäßig gebunden ist.