Landgericht Traunstein verurteilt beratende Bank wegen verschwiegener Provisionen und wegen Prospektfehlern.

Die Kanzlei Seehofer hat vor dem Landgericht Traunstein ein wegweisendes Urteil hinsichtlich des Solarfonds der DCM Energy GmbH & Co. Solar 1 KG erstritten:

Mit Urteil vom 26.04.2013 wurde der Klage einer Anlegerin überwiegend stattgegeben. Das Landgericht verurteilte die beratende Bank, über welche der Fondsanteil erworben worden war, dazu, das eingesetzte Kapital abzüglich der bislang erfolgten Ausschüttung zurückzubezahlen. Im Gegenzug ist die Bank verpflichtet, den Fondsanteil zu übernehmen. Weiter wurde festgestellt, dass die verurteilte Bank verpflichtet ist, die Klägerin so zu stellen, als wäre sie diese Beteiligung nicht eingegangen. Darüber hinaus wurde die Bank zur Erstattung der angefallenen Rechtsanwaltskosten verurteilt.

Eine gute Nachricht für alle Anleger des Solarfonds der DCM Energy GmbH & Co. Solar 1 KG: Das Landgericht Traunstein hat in dem zitierten Urteil festgestellt, dass die beratende Bank der Anlegerin nicht nur wegen der verschwiegenen Provisionen (Rückvergütungen) schadensersatzpflichtig ist, sondern darüber hinaus auch wegen fehlerhafter Plausibilitätsprüfung im Zusammenhang mit der im Emissionsprospekt erwähnten sogenannten Zinssicherungsgeschäfte. Da im zugrundeliegenden Emissionsprospekt kein Hinweis auf ein diesbezügliches Risiko im Zusammenhang mit diesen Zinssicherungsgeschäften enthalten ist, stellte das Landgericht fest, dass die Bank hier die ihr obliegende Plausibilitätsprüfung nicht genügend erfüllt hat und somit auch aus diesem Grund zum Schadensersatz verpflichtet ist.