Das Landgericht Ingolstadt hat mit Urteil vom 22.11.2013 einem von der Kanzlei Seehofer vertretenen Anleger vollständigen Schadensersatz zugesprochen im Zusammenhang mit einer Beteiligung an dem Containerfonds der ConRendit 6 GmbH & Co. KG.

Der betroffene Anleger hatte im November 2005 die Beteiligung an dem Containerfonds der ConRendit 6 GmbH & Co. KG nach entsprechender Beratung einer bayerischen Sparkasse erworben. Der betroffene Anleger wurde dabei nicht darüber aufgeklärt, dass die beratende Sparkasse eine Provision bzw. Rückvergütung in Höhe von 7,25 % erhielt. Das Landgericht Ingolstadt hat vor dem Hintergrund der bekannten Kick-Back Rechtsprechung entschieden, dass eine Pflichtverletzung wegen nicht ordnungsgemäßer Aufklärung über die Provision vorliegt, nachdem der BGH bereits im Urteil vom 19.12.2006, XI ZR 56/05 entschieden hatte, dass eine Provisionszahlung dem Anleger offen zu legen ist und zwar unter Angabe der genauen Höhe. Diese Offenbarungspflicht soll dazu führen, dass ein Anleger abschätzen kann, inwieweit die beratende Bank mit der Vermittlung der Anlage eigene Interessen verfolgt und ob sich hieraus ggf. ein Interessenskonflikt zwischen den Anlagezielen des Kunden und dem Provisionsinteresse der Bank ergibt.

Darüber hinaus wurde die beratende Sparkasse zur Bezahlung eines entgangenen Gewinns verurteilt sowie dazu, den betroffenen Anleger von sämtlichen weiteren zukünftigen wirtschaftlichen Nachteilen freizustellen. Des Weiteren wurde die Sparkasse auch zur Bezahlung der angefallenen vorgerichtlichen Anwaltskosten verurteilt.